Ausflug der Vorschüler

Ausflug zum Slawendorf in Brandenburg am 25.5.22

Der Kühlschrank
Das Museumsschiff

Der Morgen fing etwas aufregend an, doch starteten wir noch rechtzeitig. Eine ganze Stunde Reisezeit war nicht kurz und wir hatten eine gute Fahrt nach Brandenburg. Am Eingangstor des Dorfes begrüßte uns der Dorfälteste, wie er uns später erzählte – gespannt betraten wir eine andere Welt aus einer anderen Zeit.

Bevor es losgehen sollte, stärkten wir uns erst einmal und sangen ein Lied, was unsere Vorfahren vielleicht in ihrer Sprache auch schon kannten.

Der Dorfälteste im Slawendorf heißt Bogomil – alle anderen Bewohner waren auf dem Markt in einem anderen Ort. So konnten wir ungestört den Garten, mehrere Hütten, das Boot und vieles, was für das Leben im Dorf vor 1000 Jahren wichtig war, betrachten. Im Kräutergarten erfuhren wir, wovon die Slawen sich ernährten, zudem waren sie sehr gute Jäger. Bogomil war sehr erstaunt, wie viele Kräuter und Pflanzen unsere Kinder bereits kennen! In der Mitte eines Dorfplatzes war ein Brunnen. Selbst der Eimer, mit dem das Wasser herauf geholt wurde, war aus Holz. In der „Fischerhütte“ erfuhren wir, wie ein Kühlschrank damals funktionierte und warum alle Hütten an den Dachgiebeln Fenster ohne Scheiben hatten. Die Kinder halfen damals überall mit, z.B. beim Holzsammeln und auch beim Drehen der Töpferscheibe. Denn es gab ja noch keine elektrischen Geräte. Interessant war natürlich auch das Schiff und die „Plankenbiege“. Wusstet ihr schon, wie man Holz verbiegen kann, damit ein Schiff die beste Form erhält? Und wenn im Winter der Fluss zugefroren war, fuhren die Slawen einfach mit einem großen Schlitten über das Eis …

Nachdem wir lange zuhörten und viele Fragen beantwortet bekamen, knurrten schon unsere Bäuche. Unser selbst mitgebrachtes Mittagessen stärkte uns für die nächste Runde. Nun konnten wir einige neue – oder besser gesagt – alte Spiele kennenlernen. Dabei wird besonders die Geschicklichkeit trainiert. Das hat unseren Kindern gut gefallen und sie waren sehr konzentriert bei der Sache. Bevor wir wieder losfuhren, gab es noch für jedes Kind ein kleines Heftchen und eine kleine Basteltüte. Nun war viel Geduld gefragt, denn am liebsten wollten alle Kinder gleich alle Tüten aufmachen und nachschauen, packten sie nach kurzer Erklärung dann erstmal in die Rucksäcke… Jetzt mussten wir aber wirklich los! Wenn die Dorfbewohner wieder kommen, sollte Bogomil sie herzlich von uns grüßen, ganz besonders die Kinder.

Unsere Rückfahrt verlief ebenfalls problemlos und das Wetter war uns auf unserer Zeitreise wohlgesonnen. Herzlichen Dank an alle, die den Kindern diesen Ausflug ermöglicht haben!

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